Speisekarten- Struktur und Angebot

 

 

Hier geht es nicht um Styling, Schrift, Bilder, Preise oder Angebot, sondern um Übersicht und Struktur. Das weniger oft mehr ist, hat sich ja über die Jahre herumgesprochen. Hier ein paar gute Beispiele, wie ein gut strukturiertes Angebot aussehen kann.

Einkaufskooperation Gastronomie


Weniger ist mehr!

 

Es gab Zeiten, da brauchten die Gäste schon mal 30 Minuten, um die Speisekarte zu lesen und sich dann zu entscheiden. Oft hieß es von den Betreibern: „Das Schnitzel muss halt mit Jägersauce, Zigeunersauce, Zwiebelsauce, Hollandaise, Spiegelei … auf der Karte stehen, sonst kommen die Gäste nicht mehr.“ 

Dass man in einigen Restaurants mehr in Breite und Tiefe des Angebots gehen muss, ist klar. Wie man es aber auf Papier bringt, ist für viele Verantwortlichen allerdings immer noch nicht klar. Gäste kommen heute nicht ins Restaurant, weil die Speisekarte so dick ist, sondern weil das Essen schmeckt und das Ambiente stimmt. 

Zum „ausmisten“ der Gerichte hilft eine Renner/ Penner Analyse. Hier überleben nur Gerichte, die oft verkauft werden und Deckungsbeitrag bringen.

Ein zweiter Schritt ist die Trennung bei den Hauptgerichten von Fleisch/ Fisch, Beilagen, Saucen und Gemüse (falls es Sinn ergibt).

Ein Tagesangebot, eine extra saisonale Karte, eine Kinderkarte oder eine Dessertkarte können sinnvolle Ergänzungen sein, müssen vom Umfang aber im Rahmen bleiben.

Gäste und vor allem das Personal dürfen zu keiner Zeit überfordert werden.

 

 

Beispiele wie übersichtliche Karten gestalten kann

Noch einmal, es geht nicht um Preise oder Angebot. Nicht um Gestaltung oder Schriftart.

Hier zählt die Übersicht und die Verständlichkeit. Gleichzeitig werden viele Bedürfnisse gedeckt. 

Beispiel Speisekarte Restaurant

Beispiel 2

Auch ein schönes Beispiel, dass man Vorspeisen (Kleinigkeiten), Suppen, Hauptspeisen und Dessert auf ein DinA 4 Blatt bringen kann, ohne dass man das Gefühl hat hier fehlt etwas oder die Auswahl wäre viel zu klein.

Beispiel moderne Speisekarte

2 Menüs- mehr nicht

 

Das Konzept sieht vor, dass es „nur“ zwei Menüs (die alle paar Wochen wechseln) den Gästen präsentiert werden. Ein Traum vieler „a la carte Köche.“ Dennoch gibt es auch hier viele Extrawünsche zu erfüllen.

Beispiel Menü Restaurant

Kreiere dein eigenes Menü

Oft sieht man solche Angebote an Feiertagen, die hoch frequentiert sind. Nur so kann das Personal die Arbeit dann überhaupt bewältigen. Natürlich gibt es auch Restaurants, die sich auf solche Menüzusammenstellungen spezialisiert haben.

 

Beispiel modernes Angebot Restaurant

Fazit:

 

Klar funktionieren die hier gezeigten Beispiele nicht in jedem Restaurant. Dennoch soll es mal wieder einen Anstoß geben, Angebot und Auswahl zu überdenken. Und wertet mal wieder die Verkaufsstatistik aus und kalkuliert mal wieder die Gerichte ;)