Existenzgründung in der Gastronomie mit Franchising

Eine Alternative zur unabhängigen Gründung

Die Eröffnung eines Restaurants oder eines Coffeeshops ist mit zahlreichen Chancen und Risiken verbunden. Für die meisten Gründer besteht das Ziel darin, mit diesem Unternehmen auf Dauer selbstständig zu sein und gut davon leben zu können. Doch die Hürden am Anfang sind sehr hoch. Eine Alternative zur unabhängigen Gründung bietet das Franchising.

Franchising in der Gastronomie

Wie das Konzept funktioniert

Beim Franchising handelt es sich um ein spezielles Vertriebssystem mit dem Ziel, den Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung zu fördern. Dabei übernimmt der Franchisenehmer gegen eine Gebühr eine bereits am Markt erprobte Geschäftsidee sowie das dazugehörige Vertriebs- und Marketingkonzept. Die Umsetzung erfolgt dann selbstständig am eigenen Standort. Bekannte Beispiele für Franchising im Bereich der Gastronomie sind beispielsweise McDonald’s, HALLO PIZZA und Backwerk.

Wo die Vorteile liegen

Insbesondere Personen, die zwar gern selbstständig sein wollen, aber die keine zündende Idee haben, können unter den Franchisegebern eine Marke finden, die zu ihnen passt und die sie gern vermarkten wollen. Eine Übersicht zu den verschiedenen Partnern finden Sie beispielsweise unter https://www.dub.de/franchise/franchise-unternehmen/.

Der Franchisenehmer erhält bei dieser Form der Gründung eine weitreichende Unterstützung von Seiten des Ideengebers, sowohl was das technische Know-how als auch erfolgreiche Strategien zur Umsetzung anbetrifft. Darüber hinaus kann der Gründer auf das Benchmarking anderer Standorte derselben Marke zurückgreifen.

Welche Nachteile es gibt

Für die Lizenzen der Produkte und Dienstleistungen fließt ein Teil des Umsatzes an den Franchisegeber. Dieser liegt meist im oberen einstelligen Bereich. Außerdem ist zu Beginn neben dem Eigenkapital eine Investition von mehreren 10.000 bis 100.000 Euro notwendig. Bei der Kalkulation des Vorhabens sollten Sie das berücksichtigen. Des Weiteren laufen die Verträge nur über eine begrenzte Zeit – das kann jedoch ein Vor- und ein Nachteil zugleich sein. Vielleicht stellen Sie nach einiger Zeit fest, dass Sie einen anderen Weg einschlagen wollen. Oder Sie haben eine Idee für eine eigene Gastronomie mit einem Alleinstellungsmerkmal.

Da Sie auf das Wissen und die Vorgaben des Franchisegebers zurückgreifen, haben sie nur eine eingeschränkte Gestaltungsfreiheit, tragen aber das volle unternehmerische Risiko. Hier sollten Sie sich überlegen, was Ihr wichtigstes Ziel der Selbstständigkeit sein soll: uneingeschränkte Freiheit in allen Belangen oder eine assistierte Existenzgründung.

Die Franchising-Zahlen für Deutschland

In Deutschland gibt es derzeit etwa 950 Franchisegeber, wobei etwa 22 Prozent zur Branche Gastronomie, Touristik und Freizeit gehören. Die insgesamt ca. 119.000 Franchisenehmer beschäftigen knapp 700.000 Mitarbeiter. Es handelt sich um eine Vertriebsform, die in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erlebt hat. Seit 2005 hat sich der Umsatz mehr als verdreifacht, auf etwa 104 Milliarden Euro pro Jahr (2016).

Bild: © istock.com/PeopleImages


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Kommentare: 2
  • #1

    Karl- G.Schneider (Mittwoch, 26 April 2017 09:47)

    Ich hatte vor Jahren auch mal mit dem Gedanken gespielt. Aber mir dabei nicht wohl trotz Selbstständigkeit von Anderen abhängig zu sein. Natürlich ist es auch eine Chance, aber für mich eben damals nicht. Wer weiß wo ich heute stände.

  • #2

    Wuschelkopf (Donnerstag, 11 Mai 2017 11:38)

    Ich bin da auch kritisch. Klar hat Franchise viele Vorteile und sicherlich verdienen viele damit auch gutes Geld, das Gefühl des Angestellten sein bleibt aber und das wollen doch viele Selbstständige vermeiden.