Umweltschutz in der Gastronomie

Ein wichtiger Schlüssel für mehr Gäste

Das Gastgewerbe ist einer der international führenden Wirtschaftszweige. Diese hohe Nachfrage stellt die Gastronomie vor eine besondere Verantwortung gegenüber dem Umweltschutz. Kampagnen zum Erhalt des Umweltschutzes sollen deshalb dazu beitragen, eine umweltgerechte Betriebsführung zu ermöglichen sowie Ressourcen und Geld zu sparen.

Umweltschtz in der Gastronomie


Vorteile einer nachhaltigen Unternehmensstrategie

Wer bei der Führung eines gastronomischen Betriebs auf einen aktiven Naturschutz achtet, setzt dieses Vorhaben zumeist auch als Marketinginstrument ein. Die umweltgerechte Betriebsführung fördert nicht nur die Bindung zum Gast. Aufgrund steigender Energiepreise ist die Maßnahme auch zur Senkung der Energiekosten sinnvoll. Beispielsweise sind Gebäude mit einer Fläche von mehr als 500 Quadratmetern verpflichtet, den erstellten Energieausweis für ihre Gäste sichtbar zu machen. Dadurch präsentieren sich gastronomische Betriebe transparenter.

Strom und Gas bewusster nutzen

Wer mit einer umweltfreundlichen Betriebsführung auf Sparkurs gehen möchte, sollte zusammen mit seinem Personal Checklisten erstellen. Beispielsweise untermalen Gastronomiebetriebe ihre Position zum Thema Nachhaltigkeit, indem sie Strom-Unterzähler für Einzelgeräte installieren. Werden die Werte auf den Unterzählern regelmäßig abgelesen und die Resultate im Team ausgewertet, sind erste Sparerfolge gewiss vorprogrammiert. Zudem unterstützen diese Maßnahmen die umweltgerechte Führung einer gastronomischen Einrichtung:

  • ungenutzte Geräte komplett abstellen und nicht im Standby-Modus aktivieren
  • bei Anschaffung großer Kühlgeräte auf Energieeffizienzklassen Acht geben
  • Einstellung der Tiefkühlung auf 18 Grad Celsius
  • warme Nahrungsmittel vor Ablage in Gefrierkombination zuerst abkühlen lassen
  • regelmäßige Kontrolle von Türen und Dichtungen an Kühlgeräten
  • Positionierung von Kühlgeräten an optimal belüfteten sowie ungeheizten Standorten

Tipps fürs Kochen und die Bedienung der Geschirrspüler

Bei der Zubereitung der Speisen durch Kochen müssen sich Gastronomen nicht zwangsläufig zwischen Induktions- oder Gasherden entscheiden. Denn die günstigste Variante ist ein kombinierter Herd, der energieeffiziente Induktionsfelder mit umweltschonenden Gasflammen vereint. Topfdeckel sollten gut passen. Zudem sollte das Kochgeschirr einen ebenen Boden aufweisen. Schalten Köche die Herdplatten außerdem möglichst spät ein und drehen diese rechtzeitig zur Nutzung der Restwärme ab, wird der Energiebedarf ebenfalls sinnvoll minimiert.

Zur Senkung der energetischen Umweltbelastung legen Experten ebenfalls nahe, Geschirrspülern mit geringem Wasserverbrauch den Vorzug zu geben. Regelmäßige Filterkontrollen sowie Wassertemperaturen ermöglichen eine reibungslose Funktionsweise. Wasch- sowie Spülgänge werden durch leichtes Vorspülen vermieden. Weitere Aufmerksamkeit gilt der Beleuchtung. Auch in Gastronomiebetrieben sollte darauf geachtet werden, dass Glühlampen schrittweise durch energiesparende Beleuchtungselemente ersetzt werden. Ein großer Kostenfaktor sind nicht ausgeschaltete Lampen, deren Deaktivierung schlicht und einfach vergessen wird. Diesem Problem wirken Bewegungsmelder entgegen. Diese Bewegungsmelder sind insbesondere für selten frequentierte Bereiche wie Kühlräume empfehlenswert.

Noch mehr Nachhaltigkeit im Gastronomiealltag

Aber auch im Einkauf und Verkauf können gastronomische Betriebe ihr Engagement für den Schutz der Umwelt beweisen. So können sie sich etwa gezielt nur von solchen Unternehmen oder Herstellern beliefern lassen, die ebenfalls Wert auf Nachhaltigkeit legen und/oder die ökologisch produzierte Waren anbieten. Tatsächlich kann sich ein entsprechendes Engagement auch in kleinen Dingen zeigen, etwa der Verwendung von grünen statt roten Lieferscheintaschen. Gleichzeitig sollten auch die Gastronomiebetriebe selbst auf umweltfreundliches Verpackungsmaterial achten, was insbesondere für solche Betriebe gilt, die Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.

Bild: © istock.com/wakila